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Das Reichsgesundheitsamt im Nationalsozialismus - eine Ausstellung PDF  | Drucken |  E-Mail

Die Ausstellung „Das Reichsgesundheitsamt im Nationalsozialismus“ wurde ursprünglich von Mitgliedern der ÖTV-Betriebsgruppe des Bundesgesundheitsamtes zur Information der Mitarbeiter konzipiert. Nach der Auflösung des Amtes im Jahr 1994 wurde die Ausstellung in die Historische Sammlung des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) integriert, um sie der Öffentlichkeit auf Dauer zugänglich zu machen.

Die Ausstellung kann ausgeliehen werden. Sie wurde bereits bei einer Reihe öffentlicher Anlässe gezeigt. Auch für Schulen, die den Nationalsozialismus im Rahmen ihres Unterrichts behandeln, eignet sie sich als Anschauungsmaterial.

Die Ausstellung
Die „Zigeunerforschung“ steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Im Jahr 1935 wurde im Reichsgesundheitsamt die "Rassenhygienische und bevölkerungskundliche Forschungsstelle" eingerichtet. Unter der Leitung von Robert Ritter lieferte sie die amtliche Grundlage für die Tötung und Zwangssterilisation Tausender Sinti und Roma.

Zwei Tafeln der Ausstellung sind einem weiteren düsteren Kapitel in der Geschichte der Institution gewidmet: Den Menschenversuchen im Konzentrationslager Buchenwald. 158 Menschen fielen dort „wissenschaftlichen Experimenten“ zum Opfer, als Fleckfieberimpfstoff an KZ-Häftlingen erprobt wurde.

Begleitmaterial

  • „Das Reichsgesundheitsamt im Nationalsozialismus - Menschenversuche und „Zigeunerforschung“ zwischen 1933 und 1945“
    Die kostenlose Broschüre dokumentiert die Ausstellung.
  • Ein kostenloses Begleitheft informiert über die Intention und Entstehungsgeschichte der Ausstellung.
  • Bundesgesundheitsblatt: „Das Reichsgesundheitsamt 1933-1945 - eine Ausstellung“.
    Das 1989 erschienene Sonderheft enthält umfangreiches Hintergrundmaterial und Interviews mit Zeitzeugen. Das Heft ist kostenlos.
  • 1993 reichten die Schüler Robert Schröder und Piere Veenhuis für den Schülerwettbewerb „Deutsche Geschichte“ zum Thema „Denkmal - Erinnerung, Mahnung, Ärgernis“ den umfangreichen Beitrag „Über die Arbeit der ´Rassenhygienischen und bevölkerungsbiologischen Forschungsstelle´ im Reichsgesundheitsamt Berlin/Dahlem“ ein. Die Arbeit liegt als Ansichtsexemplar vor.

    Das Motiv der beiden damals sechzehnjährigen Schüler war es, das Thema aufzuarbeiten und „zum Gedenken an die Opfer des Völkermordes an den Sinti und Roma“ eine Tafel am Bundesgesundheitsamt anbringen zu lassen.

Gedenktafel
Im Dezember 1995 wurde die Gedenktafel für die Sinti und Roma in Gegenwart des Vorsitzenden der Berliner Sinti-Union, dem am 4. Juli 2001 verstorbenen Otto Rosenberg, am Institutsstandort Dahlem eingeweiht.

 
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